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"Gott der Barbaren" von Stephan Thome

Liebe Leser,

 

das neue Jahr beginne ich mit einem von Stephan Thome geschriebenen Roman aus 2018.

 

Stephan Thome wurde bereits mehrfach für den Deutschen Buchpreis nominiert.

 

So auch „Gott der Barbaren“.

 

Mit Philipp Johann Neukamp lässt uns Thome Mitte des 19. Jahrhunderts eine Reise ins fremde China begehen.

 

Zu dieser Zeit war Deutschland noch nicht geeint und Neukamp enttäuscht von der politischen Situation.

 

Wie viele andere dieser Zeit, will auch er nach Amerika auswandern.

 

Doch es kommt anders.

 

Sein Weg führt ihn zu den Basler Missionaren.

 

Tatsächlich gab es diese Gemeinschaft, die vorwiegend in China missionierte.

 

Nach einer kurzen Einlernzeit reist dann auch Neukamp per Schiff nach China.

 

Nach einer mehr oder weniger erfolgreichen Zeit als Missionar lernt er Elisabeth kennen und verliebt sich in sie.

 

Zu dieser Zeit dringen Gerüchte von den Siegen der Hakka-Rebellen zu Neukamp und seinen Mitstreitern.

 

Die Hakka-Rebellen waren eine Minderheit in China, die sich gegen das chinesische Kaiserreich gewendet hatten.

 

Später schlossen sie sich den Tarping-Aufstand an.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts kam es historisch belegt zum Taiping-Aufstand.

 

Dabei handelte es sich um konvertierte Christen, die sich gegen das starre System des Kaiserreichs aussprachen.

 

So waren sie gegen die damals üblichen Lotusfüsse der Frauen, ausrasierte Stirn der Männer und gegen den Opiumhandel.

 

Der Mystiker Hong Xiuquan gründete das „Himmlische Reich des Großen Friedens“, das beeinflusst von christlichen Missionaren war.

 

Hong Xiuquan hatte im Traum eine Vision, in der er der „kleine Bruder Jesu“ war.

 

Neukamp ist beeindruckt von den Ideen der Rebellen.

 

Als Elisabeth dann stirbt, hält ihn nichts mehr und er reist seinem Freund, nun ein großer General des „Himmlischen Reichs“, in dessen Hauptstadt Nanking hinterher.

 

Eine beschwerliche Reise mit einem einäugigen Amerikaner beginnt.

 

Zu dieser Zeit hatte die untergehende Qing-Dynastie nicht nur mit dem Tauping-Aufstand zu kämpfen.

 

So erklärten England, Frankreich und andere Kolonialmächte China den Krieg.

 

Den Europäern ging es dabei um die Sicherung der Häfen für den Opiumhandel.

 

Stephan Thome macht uns mit der Geschichte von Lord Elgin die westliche Philosophie dieser Zeit bewusst.

 

Er war zu jener Zeit in der Funktion der Sonderbotschafter auf englische Seite der wichtigste Mann in China.

 

Ihm gegenüber steht Zeng Guofan.

 

Er ist ein chinesischer Gelehrter, dessen Hunan-Armee größer als die des Kaisers ist.

 

Tatsächlich forderte dieser Bürgerkrieg 20 bis 30 Millionen Menschenopfer.

 

Dabei waren weder Englands Arroganz gegenüber dem „rückständigen“ China ruhmreich, noch die „christliche“ Einstellung gegenüber dem gewinnbringenden Opiumhandel.

 

Und auch das chinesische Kaiserreich mit seiner konfuzianischen Philosophie ging mit gnadenloser Gewalt gegen die Aufständischen vor.

 

Dabei besagt eine Lehre, dass das Mitgefühl einen Menschen zum Mensch macht.

 

Nachdem Zeng Guofan und Lord Elgin ihr Leben lang in den Krieg gezogen sind, scheint beiden dieses Mitgefühl abhanden gekommen zu sein.

 

Und auch Neukamp verliert auf seiner Reise vieles an Menschlichkeit.

 

Stephan Thome studierte Philosphie und Sinologie.

 

Er bereiste viele Jahre Ostasien und lebt nun in Taiwan.

 

Und das spürt man auch in seinem Roman.

 

Es ist nicht nur eine Aneinanderreihung historischer Daten.

 

Er zeigt uns ein China, das wir kaum kennen und uns völlig fremd erscheint.

 

Und trotzdem sind wir ganz dabei und lernen trotz der Fremde viel über dieses große Land kennen.

 

Ein Land im Wandel.

 

Am Ende überrascht uns Thome mit einer Verbindung des damaligen China zu dem heutigen.

 

Auf 710 Seiten lässt uns der Autor eine abenteuerliche Reise durch Kapitel der chinesischen Geschichte und die Philosophie unternehmen.

 

Wer sich nicht scheut seinen Horizont zu erweitern und manch liebgewonnene Ansicht zu überdenken, wird dieses Buch als Bereicherung empfinden.

 

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